Do
15
Okt
2009
Seniorenfreundliches Handwerk "Service Plus"
"Service plus" - Geschulter Fachbetrieb für seniorenfreundliche Handwerksleistungen
Gemeinschaftsprojekt von Kreishandwerkerschaft und Kreisseniorenrat Rems-Murr
Das Qualitätssiegel "Geschulter Fachbetrieb Serviceplus" ist das neue Erkennungszeichen im Rems-Murr-Kreis für einen senioren- und behindertenfreundlichen Handwerksbetrieb, denn der Umgang mit
älteren Menschen oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen erfordert oft ein besonderes Gespür.
Ins Leben gerufen wurde im Rems-Murr-Kreis die Qualifikation von der Kreishandwerkerschaft und dem Kreisseniorenrat Rems-Murr, wobei dieses Konzept schon in den Landkreisen Esslingen und
Reutlingen vor einem bzw. drei Jahren eingeführt wurde.
Mit zunehmendem Alter wird die eigene Wohnung mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt. Freizeitinteressen und Freizeitaktivitäten konzentrieren sich stärker auf den innerhäuslichen Bereich und das
unmittelbare Wohnumfeld. Wie Zeitbudgetanalysen zeigen, verbringen über 65-jährige Menschen im Durchschnitt etwa zwei Drittel, über 85-jährige Menschen im Durchschnitt etwa vier Fünftel in der
eigenen Wohnung. 93 Prozent der über 65-Jährigen leben in einem Privathaushalt. Nicht in einer stationären Einrichtung zum Beispiel in einem Pflegeheim zu wohnen, ist der Wunsch von gut 70
Prozent der älteren Menschen. Während in jüngeren Jahren bei hoher Alltagskompetenz selbstständiges Wohnen in qualitativ sehr verschiedenen Wohnumwelten möglich ist, stehen Wohnung und Wohnumfeld
im Alter infolge zunehmender Einschränkungen und gesundheitlicher Defizite in einer deut¬lich engeren Beziehung zu den Möglichkeiten und Grenzen einer selbstständigen Lebensführung. Die Wohnung
hat damit im Alter eine erhebliche Bedeutung für die Lebensqualität.
Sicherheit und Funktionalität spielen in der barrierefreien Wohnung eine besondere Rolle. Geeignete Möbel, barrierefreie Bäder, Rampen, Treppenaufzüge oder Notrufsysteme können das Wohnen im
Alter erleichtern. Wie das Leben im Alter sicher und komfortabel gestaltet werden kann, ist Inhalt der angebotenen Qualifizierungsseminare.
Was zeichnet nun einen Betrieb aus, der dieses Zeichen "Geschulter Fachbetrieb Serviceplus" führt? Die Schulungsteilnehmer können sich einen Tag lang durch Vorträge und Simulationsübungen in die
Lage versetzen, plötzlich körperlich nicht mehr fit zu sein. Sie erfahren Wichtiges über das Altern: Was ist normal, wann wird es krankhaft und wie gehe ich als Handwerker damit um? Was heißt
barrierefreies Bauen und wie kann individuelle Wohnanpassung aussehen, sowohl für Menschen mit Demenz als auch für Rollstuhlfahrer und Benutzer eines Rollators.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich 47 Unternehmen aus den Innungen im Rems-Murr-Kreis mit 50 Teilnehmern auf die Ausschreibung der Kreishandwerkerschaft angemeldet.
Drei Kurse wurden für das Jahr 2009 geplant, die erste Grundschulung fand am vergangenen Samstag, 10.10.2009, im Berufsbildungswerk in Waiblingen statt.
Weitere Kurse werden am 28.11.2009 und 05.12.2009 durchgeführt werden. Weitere Schulungen sind für das Frühjahr 2010 geplant. Eine Warteliste mit rund 50 Interessierten wird bereits
geführt.
Durch die sehr kompetente/n Referentin/en
- Mathias Hahn, Oberarzt am Kreiskrankenhaus Schorndorf
- Falk Dieter Widmaier aus Schorndorf, stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenrats Rems-Murr-Kreis
- Klaus Lebsanft, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Stuttgart
- Silke Strecker, Geriatrisches Zentrum? der Universitätsklinik Tübingen mit dem Alterssimulationsanzug
- Jutta Kraak, die die Moderation der Schulung übernommen hatte
wurden die teilnehmenden Handwerker/innen umfassend und intensiv in die Lebenssituationen, Interessen, Belange und Bedürfnisse der älteren Generation eingeführt, über rechtliche Grundlagen
informiert und mit praktischen Handlungsempfehlungen qualifiziert.
Der Rollifahrer Simon Maier nahm die Teilnehmer mit Berichten aus dem Alltagsleben und dann auch praktisch in die Welt eines Rollstuhlfahrers mit. Auf dem Gelände des Berufsbildungswerks war von
den Handwerkern ein Rollstuhl-Parcours mit verschiedenen alltäglichen Hindernissen zu bewältigen. Hier mussten die Teilnehmer den Weg per Rollstuhl zurücklegen. Keine einfache Aufgabe.
Mit vielen Tipps von Simon Maier haben die Teilnehmer ohne Stürze den Weg zurückgelegt.
Dieses Erlebnis war für alle Teilnehmer sehr beeindruckend, alle waren froh und dankbar, nicht darauf angewiesen zu sein. Sie können sich aber mit dieser Erfahrung viel intensiver in die Welt
eines Rollstuhlfahrers hineindenken.
Alles in allem eine gelungene "Serviceplus-Schulung", dies war auch das Fazit der 15 Teilnehmer aus 14 Betrieben der ersten Grundschulung. Die Teilnehmer aus dem Handwerk konnten sich wirklich in
einen alten oder behinderten Menschen "einfühlen". Sicher werden die Seniorinnen und Senioren oder die Menschen mit Einschränkungen von den geschulten Betrieben künftig pünktlich und gut beraten.
Sie erhalten u.a. auch deutlich und mit großen Buchstaben geschriebene Angebote und Rechnungen und bringen ausreichend Zeit für Beratungsgespräche und die Durchführung der anstehenden
Aufgaben mit.
Aus der Hand von Kreishandwerksmeister Roland Wöhr erhielten folgende Betriebe ihre Zertifikate und Teilnahmebestätigungen als "Fachbetrieb Serviceplus im Rems-Murr-Kreis":
Lutz GmbH, Sanitär-Heizung-Flaschnerei, Weissach i.T.
Rayhle Mal- und Farbtechnik, Schorndorf
Detlev Reichl, Haustechnik, Welzheim
Bohn Haustechnik GmbH & Co.KG, Winnenden
Krämer GmbH & Co.KG, Hochbau, Kabelbau, Schlüsselfertigbau, Bauwerkssanierung, Winnenden
Peter Schwan, Elektroinstallation, Schorndorf
Elektro-Renz GmbH & Co.KG, Waiblingen-Hegnach
U.Leibbrand GmbH, Maler-Lackierer-Stuckateur, Schorndorf
Löffler GmbH, Stuckateur, Korb
Bosch & Bogusch GmbH, Bau- und Möbelschreinerei, Rudersberg
Kiesewalter GmbH, Schreinerei, Urbach
Metallbau Bößenecker GmbH, Weinstadt
Roland Wöhr, Metallbau-Schlosserei, Schorndorf
Holzbau Schock GmbH & Co.KG, Zimmerei-Ziegeldachdeckung, Fellbach
Zukünftig werden die zertifizierten Fachbetriebe auch im Internetauftritt der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr unter www.kh-rems-murr.de und "Service Plus" sowie beim Kreisseniorenrat
Rems-Murr-Kreis unter www.ksr-rems-murr.de aufgerufen werden können.
Informationen zu dem Projekt können landkreisübergreifend auch im Internet unter www.serviceplus-bw.de abgerufen werden.
Do
06
Aug
2009
Der KSR hat Arbeitskreise gebildet
Bei der ersten Vorstandssitzung des neuen Kreisseniorenrates wurden für verschiedene Themen Arbeitskreise mit jeweils einer federführenden Paerson gebildet.
Folgende Arbeitskreise wurden gebildet:
a) Handwerkerzertifizierung-Service Plus; Dieter Widmaier, Heinz Weber.
b) Pflegestützpunkte (Kreispflegebeirat) Heinz Weber,
Gerhard Dannwolf.
c) Heimbeiräteschulung; Dieter Widmaier, Waltraud Bühl.
d) Wohnberaterschulung; Dieter Widmaier.
e) Arbeitskreis Senioren; Heinz Weber, Dieter Widmaier,
Gerhard Dannwolf (Vertretung für alle Waltraud Bühl)
f) Kreis-Seniorenmessen; Heinz Weber, Dieter Widmaier,
Gerhard Dannwolf.
Sa
27
Jun
2009
Der KSR hat einen neuen Vorstand
Bei der Mitgliederversammlung in der "Alten Kelter" in Weinstadt-Strümpfelbach, am Donnerstag, 25. Juni, hat Herr Werner Auch sein Amt als 1. Vorsitzender nach vier Jahren abgegeben. Sein
Nachfolger ist Heinz Weber (Fellbach-Schmiden). Landrat Johannes Fuchs und Oberbürgermeister Jürgen Oswald verabschiededen Herrn Auch und würdigten sein Wirken. Sein Nachfolger, Heinz Weber, wird
seine Arbeit kontiunierlich fortsetzten, zum Wohle der älteren Menschen im Rems-Murr-Kreis.
Bei der Wahl wurden folgende Ämter vergeben (siehe Foto unter "Bilder")
1. Vorsitzender = Heinz Weber
Stellvertretende Vorsitzende = Waltraud Bühl (Weinstadt)
Stellvertretender Vorsitzender = Falk-Dieter Widmaier (Schorndorf)
Schatzmeister = Roland Hassler (Aspach)
Schriftführer = Gerhard Dannwolf (Backnang)
Pressereferent = Roland Schlichenmaier (Weissach i.T.)
Kassenrevisoren = Heidrun Klemke (Remshalden) und Horst Zwicker (Winnenden-Breuningsweiler)
